Flourishing: Warum dich diese 5 Ziele garantiert unglücklich machen
- Dr. Steffi Rukavina

- 31. März
- 3 Min. Lesezeit

1. Mehr und mehr Wohlstand
Es gibt einen Punkt, an dem Geld Sicherheit schafft. Und das ist wichtig.
Ein Leben, in dem du dir keine Sorgen machen musst, wenn plötzlich etwas kaputt geht, ist ein stabiler Boden. Aber: Ab einem gewissen Einkommen (ca. 75.000–90.000 € jährlich) steigt die Lebenszufriedenheit nicht mehr signifikant.
Was dann wichtiger wird?
Beziehungen
Sinn
Erleben
innere Zufriedenheit
Mehr Geld löst keine inneren Themen. Es kann sie höchstens kurz überdecken.
2. Soziale Anerkennung
Der Wunsch nach Anerkennung ist menschlich. Wir alle wollen gesehen werden.
Aber problematisch wird es, wenn du dich dafür verbiegst.
Wenn du:
einen Job machst, der dich leer macht
Entscheidungen triffst, die sich nicht nach dir anfühlen
dich anpasst, um dazuzugehören
Und ja: Auch eine große Followerzahl auf Social Media heilt keine Einsamkeit.
Wenn die Anerkennung auf deine Kosten geht, ist sie keine Erfüllung –sondern ein Kompromiss.
3. Macht und Einfluss
Ein gesundes Maß an Einfluss ist wichtig. Es gibt dir das Gefühl von Selbstwirksamkeit.
Aber wenn es kippt…wenn es nur noch darum geht, mehr Kontrolle, mehr Status, mehr Bedeutung zu haben, dann verlierst du oft genau das, was uns langfristig trägt: echte, stabile Beziehungen. Und ohne Verbindung verliert auch Erfolg irgendwann seinen Sinn, oder?
4. Absolute Unabhängigkeit
Gerade für Frauen, die viel geben, fühlt sich Unabhängigkeit erstmal wie Freiheit an.
Und ja –ein Stück davon ist gesund und wichtig.
Aber die Vorstellung, komplett unabhängig sein zu müssen, führt oft in Isolation.
Denn wir Menschen sind keine Einzelkämpfer:innen.
Wir brauchen:
Verbindung
Zugehörigkeit
das Gefühl, Teil von etwas zu sein
Du bist nicht dafür gemacht, alles alleine zu tragen.
Und ehrlich gesagt? Das ist nichts Schwaches. Das ist zutiefst menschlich.
5. Äußerliche Attraktivität
In einer Welt voller Selbstoptimierung wirkt es fast logisch:
Schöner Körper = besseres Leben.
Aber wenn es nicht mehr um Gesundheit geht, sondern um ein Ideal, das ständig wechselt und nie erreichbar ist…dann wird es zu einem Kampf, den du nicht gewinnen kannst.
Die Zeit wird immer stärker sein und "den längeren Atem haben".
Die Frage ist also nicht: „Wie lange kann ich mithalten?“
Sondern: „Will ich mein Leben darauf aufbauen?“
Vielleicht liegt echte Schönheit eher darin, zu sehen, wie sich dein Leben entfaltet. Wie du wächst. Wie du fühlst. Wie du lebst.
Und jetzt?
Wenn du ehrlich bist: Welcher dieser „Karotten“ bist du schon hinterhergelaufen?
Und viel wichtiger:
👉 Welche fühlt sich für dich gerade noch verdächtig attraktiv an?
Flourishing entsteht nicht, wenn du allem hinterherläufst, was glänzt.
Sondern wenn du beginnst zu unterscheiden:
Was nährt dich wirklich?
Was fühlt sich langfristig stimmig an?
Und was ist nur ein gut verpacktes Versprechen?
Du bist hier richtig, wenn du viel fühlst – aber dich innerlich trotzdem oft nicht stabil und dich unglücklich fühlst
Zusammengefasst bedeutet das:
1. „Ich muss nur noch mehr erreichen“: Du denkst: Dann werde ich endlich ruhiger.
Was wirklich passiert: Du funktionierst noch mehr – aber fühlst dich nicht mehr!
2. „Ich will einfach anerkannt werden“: Du passt dich an. Du hältst dich zurück. Du bist „angenehm“. Was du verlierst: dich selbst!
3. „Ich muss alles im Griff haben“: Du kontrollierst dich. Deine Emotionen. Deine Reaktionen. Was darunter liegt: Unsicherheit, die nie wirklich verschwindet.
4. „Ich muss unabhängig sein“: Du willst stark sein.Niemanden brauchen.Alles alleine schaffen.Was fehlt: echte Verbindung.
5. „Wenn ich mich wohler in meinem Körper fühle, wird alles leichter“: Du arbeitest an dir und deinem Körper. Optimierst. Vergleichst. Aber: dein Selbstwert bleibt instabil
Was sich verändert, wenn du das verstehst
Stell dir vor:
Du merkst früher, was in dir passiert
Du kannst Emotionen halten – statt von ihnen überrollt zu werden
Du bist klar – auch in schwierigen Gesprächen
Du fühlst dich stabil, ohne dich zu kontrollieren
Das ist Flourishing in echt. Nicht perfekt. Aber verbunden.
Und genau dabei begleite ich dich
Ich arbeite mit Frauen, die viel fühlenund genau das nicht mehr als Schwäche sehen wollen.
Sondern lernen wollen:
ihre Emotionen zu verstehen
ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen
klare Grenzen zu setzen
sich selbst zu vertrauen
Ohne sich zu verstellen.
Dein nächster Schritt
Wenn du dich in diesem Text wiedererkennst, dann gibt es zwei Möglichkeiten:
Du bleibst im Verstehen und alles bleibt, wie es ist. ODER
Du gehst einen Schritt weiter und lernst, wirklich etwas zu verändern.
Ein erfülltes Leben entsteht nicht durch:
mehr Leistung
mehr Kontrolle
mehr Anpassung
Sondern durch:
emotionale Klarheit
Selbstführung
echte Verbindung zu dir selbst
Und genau hier beginnt deine Veränderung.
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